Crash-Diät

Bei der Crash-Diät geht es den Abnehmenden zumeist darum, möglichst schnell ein paar Kilos zu verlieren. Viele Kliniken verdienen sich dabei mit dem sogenanntem Heilfasten eine goldene Nase. Doch selten ist man sich über die gesundheitlichen Risiken bewusst.

Was passiert eigentlich bei einer Crash-Diät?
Zunächst zieht der Köper die benötigten Nährstoffe aus den gespeicherten Kohlenhydraten der Leber und des Muskelgewebe. Auch danach bleiben Fettpolster nahezu unberührt, denn nachdem die Kohlenhydrate verarbeitet wurden, greift der Körper auf die Eiweiße der Muskeln zurück. Es kommt zum Muskelabbau. Verliert man bei einer Crash-Diät sehr schnell Gewicht, besteht sogar Gefahr für den Herzmuskel. Weiterhin werden wichtige Mineralstoffe und Vitamine aufgebraucht und das Immunsystem wird geschwächt. Es kommt zu einer Mangelversorgung des Körpers. Auch wenn es zum schnellen Gewichtsverlust kommt, betrifft dies hauptsächlich Eiweiß und Wasser. Der Körper stellt sich schnell auf die Situation und stellt auf Sparflamme um. Fett wird gehortet, um die vermeidliche Hungersnot zu überleben.

Ein Leben nach der Crash-Diät
Nachdem der Körper auf Sparflamme umgeschaltet hat und wieder mit normaler Nahrung versorgt wird, speichert er auch weiterhin das Fett. Eine Umstellung des Stoffwechsels erfolgt nur sehr langsam. Der Jo-Jo-Effekt kommt zum Tragen und man hat mit mehr Pfunden als zuvor zu Kämpfen.

Aber Fasten ist doch gesund!
Hierfür fehlen leider die wissenschaftlichen Belege. Fakt ist jedoch, dass eine Crash-Diät, wie beispielsweise bei der Mayr Kur, eine große Belastung für den Körper ist. Positive Erfahrungsberichte von Fastenden beziehen sich meist auf psychologische Aspekte. Heilfast, z.B. in Form des Heilfasten nach Buchinger, ist kein Mittel für dauerhaftes und vor allem gesundes Abnehmen. Entscheidet man sich dennoch für eine Crash-Diät, sollte diese unter ärztlicher Aufsicht ablaufen und wichtige Vitamine, Mineralien in Form von Nahrungsergänzungsmitteln einnehmen.