Fettblocker – das taugen sie wirklich

fettblockerMit dem eigenen Körperfett hat so manch einer seine Probleme. Gäbe es doch ein Wundermittel, welches die aufgenommenen Fette und Kohlenhydrate blockiert, sodass diese nicht im Körper gespeichert werden können. Während Kohlenhydratblocker schon länger bekannt sind, strömen auch immer mehr Fettblocker auf den Sportmarkt, die von sich behaupten, zugeführte Fette zu binden und ungenutzt wieder aus dem Körper zu transportieren. Aber kann dies wirklich funktionieren?

So funktionieren Fettblocker
Das Prinzip von Fettblockern ist dem der Kohlenhydratblocker sehr ähnlich. Beide enthalten in der Regel natürliche Wirkstoffe, die dazu führen, dass ein entsprechender Nährstoff, also Lipide oder Kohlenhydrate in diesem Fall, an eine Substanz gebunden und unverdaut aus dem Körper geschleust werden.

Speziell beim Fettblocker müssen die Stoffe unterschieden werden, die sich in verschreibungspflichtigen und frei verkäuflichen Mitteln wiederfinden lassen:

  • Orlistat: Wird hauptsächlich von Ärzten und Ernährungsberatern zur Unterstützung einer Diät bei stark übergewichtigen Menschen eingesetzt. Orlistat wirkt nachweislich, eignet sich aber in der Regel nur zu therapeutischen Zwecken und sollte unter medizinischer Überwachung verwendet werden. Da Fettblocker mit dem Inhaltsstoff Orlistat nicht frei verkäuflich sind, spielen diese Produkte für die meisten eine untergeordnete Rolle.
  • Natürliche Fettblocker: Diese Produkte berufen sich auf natürliche Substanzen, die Lipide binden können. Zu nennen ist hier insbesondere der Inhaltsstoff Chitosan, ein natürliches Polyaminosaccharid, was sich aus Chitin herstellen lässt, das beispielsweise in Krebstierpanzern nachgewiesen werden kann und erklärt, warum natürliche Fettblocker häufig nicht ganz so günstig sind.

Fettblocker im Rahmen einer Diät verwenden
Ob nun aber verschreibungspflichtige oder natürliche Fettblocker, eines ist ihnen allesamt gemeinsam: Ihre Wirkungseffektivität ist beschränkt. In der Regel können mithilfe von Fettblockern lediglich einige Kilogramm abgenommen werden.

Im Gegensatz zu beispielsweise typischen Diätpillen setzen Fettblocker im Darm an und nicht im menschlichen Gehirn. Sie sorgen dafür, dass Fette unverdaut wieder aus dem Körper wanden. Das Entscheidende hierbei: Nur bei einer Ernährungsumstellung wirken die Mittel.

Durchschnittlich nehmen Menschen täglich circa 110 Gramm Fett auf. Wer im Rahmen einer Diät Fettblocker verwendet, sollte seinen Fettkonsum auf maximal 70 Gramm pro Tag reduzieren. Bei diesen moderaten Mengen können auch Fettblocker wirken und effektiv eingesetzt werden. Wer allerdings seine Ernährung nicht umstellt und das Mittel als Freifahrtschein sieht, sich mit fettigen Lebensmitteln den Bauch vollzuschlagen, wird mit Fettblockern keine Erfolge feiern, die ab einer gewissen Fettmenge nicht mehr wirken.
Zu viel Fett ist gefährlich
Wer zu viel Fett isst, der schadet seinem Körper nachhaltig. Denn im Regelfall wird er nicht nur dicker, sondern verhindert auch, dass der Körper wichtige Vitamine und Mineralien aufnehmen kann.

Dennoch ist fetthaltiges Essen nicht gleichbedeutend damit, dass Personen dicker werden. Grundsätzlich ist wie immer die tägliche Kalorienbilanz entscheidend. Wer fettig isst, dafür aber weniger Kalorien am Tag verzehrt, als er umsetzt, wird ebenfalls abnehmen. Ein Irrglaube ist es, dass wenig Fett in einer Diät mehr hilft.

Je weniger Fett dem Körper zugeführt wird, desto mehr ist dieser bestrebt, Fett zu speichern und desto weniger Körperfett wird abgebaut. Auch während einer Diät und im Rahmen einer Behandlung mit Fettblockern sollte auf die Fettzufuhr also nicht gänzlich verzichtet werden.

Bild: Martin Cooper, flickr.com

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