Sixpack-Mythen aufgedeckt

83276705_1306e07c26_mEr ist womöglich das Symbol für einen durchtrainierten Körper: der Sixpack. Leider können sich nur die wenigsten Menschen dieses ästhetischen Muskelgebildes rühmen. Was die wenigsten allerdings wissen: Einen Sixpack hat jeder, bei den meisten liegt bloß derartig viel Körperfett über den Muskeln, dass dieser nicht zu sehen ist. Damit der Sixpack dennoch sichtbar wird, ist vor allem eines notwendig: ein geringer Körperfettanteil. Was noch hilft und was an Fehlinformationen über den Sixpack in mancherlei Köpfen spukt, wird im Folgenden aufgeklärt.

Männer haben es schwerer
Wer einen Sixpack haben möchte, muss gar nicht viel trainieren. Der Waschbrettbauch besteht anatomisch aus dem Geraden Bauchmuskel, der auch als Musculus rectus abdominus bezeichnet wird. Jeder Mensch hat genetisch bedingt eine andere Veranlagung. Bei manchen sind die Muskeleinschnitte gar nicht zu sehen, sie können also gar keinen Waschbrettbauch bekommen. Bei anderen wiederum kann aus dem Sixpack schnell ein „Tenpack“ werden.

Männer müssen übrigens einen extrem niedrigen Körperfettanteil zwischen acht und 12 Prozent besitzen, damit der Gerade Bauchmuskel sich äußerlich sichtbar abzeichnet. Bei Frauen liegt dieser Wert zwischen 12 und 15 Prozent.

Körperfett ist hierbei das entscheidende Stichwort. Es ist nicht möglich, nur das Fett am Bauch zu reduzieren. Wie und wo der Körper seine Fettdepots anlegt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Lediglich eine Reduzierung des gesamten Körperfettanteils kann also dazu führen, dass der Sixpack sichtbar wird.

Viel hilft nicht viel – mehr Training und ein flacherer Bauch?
Um endlich den gewünschten Sixpack zu bekommen, greifen viele zu extremen Maßnahmen und trainieren ihre Bauchmuskeln fast jeden Tag. Beim Geraden Bauchmuskel handelt es sich aber um genauso einen Muskel wie in anderen Bereichen des Körpers. Bei zu hoher Belastung und wenig Regeneration wird der Muskel nicht wachsen – ganz im Gegenteil.

Ein- bis zweimal in der Woche genügt Bauchmuskeltraining vollkommen. Übrigens sollten sich Trainierende bewusst sein, dass starke und voluminöse Bauchmuskeln eben nicht dazu führen, dass der Bauch flacher wird. Durch starke seitliche Bauchmuskeln wird die Taille breiter und ein stark ausgeprägter Sixpack lässt den Bauch dicker erscheinen.

Natürlich ist dies nur der Fall, wenn die Muskeln sehr gut trainiert sind. Aber prinzipiell ist Bauchmuskeltraining verkehrt, wenn es darum geht, möglichst schlank um die Hüfte zu wirken. Vor allem dann, wenn der Körperfettanteil noch sehr hoch ist.

Die einfachste Formel für einen trainierten Bauch
Wer auf einen trainierten Bauch nicht verzichten möchte, der kann viel dafür tun, sollte es aber auch nicht übertreiben. Der Sixpack Code beispielsweise erklärt sehr präzise und Schritt für Schritt, wie Männer und Frauen am besten vorgehen sollten, möchten sie einen definierten und wohlgeformten Bauchbereich besitzen (hier geht es zum Sixpack Code).

Vieles lässt sich aber auch auf einige sehr einfache Aspekte bringen und folgendermaßen zusammenfassen:

  1. Ein Sixpack kommt nur zum Vorschein, wenn der Körperfettanteil auf einem sehr niedrigen Niveau liegt, egal wie trainiert die Muskeln sind.
  2. Es ist nicht möglich, nur am Bauch Fett zu verlieren und es gibt auch keine Geräte oder Übungen, die Bauchfett schneller schmelzen lassen.
  3. Bauchtraining führt nicht dazu, dass der Bauch flacher wird. Bauchtraining baut Muskeln auf und kann sogar dazu führen, dass die Taille breiter wirkt. Nur Fettabbau kann einen flachen Bauch hervorrufen.

Wer diese Aspekte berücksichtigt, der hat den Sinn und Zweck des Bauchtrainings wirklich verstanden und kann mit der richtigen Motivation und Ausdauer sicherlich bald den gewünschten Sixpack sehen.

Bild: Jason White, flickr.com

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