Wer finanziert eigentlich eine Diät

Im üblichen Rahmen gilt Übergewicht nicht als Krankheit. Allerdings kann Übergewicht zu entsprechenden Erkrankungen führen. Deshalb fördern Krankenkassen das Abnehmen. Denn gesunde Mitglieder verursachen weniger Kosten. Es ist den Kassen auch durch den Gesetzgeber erlaubt ihre Mittel für solche Zwecke zu verwenden, und Mitglieder für die Teilnahme an entsprechenden Kursen mit Bonuspunkten zu belohnen. Welche Angebote die Krankenkasse dem Kunden machen kann, erfährt er in der örtlichen Geschäftsstelle.

Geförderte Programme

Sowohl Volkshochschulen, Sportvereine und Fitness-Center werben mit Vorsorgekursen, die von der Krankenkasse gefördert werden. Auf Nachfrage gewähren einige Kassen auch individuelle Zuschüsse. Bundesweit bieten Krankenkassen auch Ernährungskurse an sowie kombinierte Programme, in denen sowohl Ernährung als auch Fitness zum Thema wird. Einige Kassen bieten auch ein Online Coaching an, damit ihre Kunden leichter abnehmen. Außerdem engagieren sich einige Betriebskrankenkassen in Betrieben und fördern die Fitness am Arbeitsplatz, meist gemeinsam mit örtlichen Anbietern. Dabei übernehmen einige Kassen bis zu sechzig Prozent der Kurskosten, verlangen aber im Gegenzug einen Teilnahmenachweis.

Ein neuer Lebensstil
Bei allen seriösen Programmen geht es auch um das Erlernen eines neuen Lebensstils. Denn der Staat verlangt, dass die Programme nachweislich wirken. Zusätzlich unterstützen die Kassen mit einem Bonusprogramm das Ablegen von Sportabzeichen, die Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio und andere Maßnahmen, die erfragt werden können. Die Gesamtkosten einer Diät werden aber nur in sehr schweren Fällen bei spezifischen oder chronischen Erkrankungen und im Rahmen eines Klinikaufenthalts übernommen. Solche Diäten sind medizinisch indiziert und verlangen außerdem nach einer strengen Überwachung des Diätplans, da ansonsten schwere gesundheitliche Folgen drohen. Denn Diäten gelten als vorbeugende Maßnahme und Übergewicht ist in gewissen Grenzen keine Krankheit.